Springe direkt zu:

Navigation und Service

Der "Rat der Arbeitswelt" stellt sich vor

Der vom Bundesarbeitsminister berufene "Rat der Arbeitswelt" wird künftig Politik, betriebliche Praxis und Öffentlichkeit regelmäßig zum Wandel der Arbeitswelt informieren und beraten. 

Mission

Der unabhängige Rat der Arbeitswelt ist vom Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, berufen worden, um Orientierung zum Wandel der Arbeitswelt zu geben. Auf Basis wissenschaftlicher Analysen und praktischer Erfahrung wird der Rat Empfehlungen aussprechen, wie Unternehmen, ihre Beschäftigten und die Politik zur Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt beitragen können. 

In seinem jährlichen Bericht wird der Rat Veränderungen veranschaulichen, die dahinterliegenden Zusammenhänge einordnen und Anknüpfungspunkte für die Gestaltung der betrieblichen Arbeitswelt aufzeigen. Darüber hinaus bereitet ein aktuelles Arbeitswelt-Portal, dass mit Veröffentlichung der Arbeitswelt-Berichts verfügbar sein wird, die wesentlichen Entwicklungen auf und bereitet Informationen zur betrieblichen Arbeitswelt nutzerorientiert für Praktikerinnen und Praktikerin sowie die interessierte Öffentlichkeit auf.

Die Geschäftsstelle

Der Rat wird bei der Wahrnehmung seiner vielfältigen Aufgaben durch eine Geschäftsstelle unterstützt. Sie organisiert Austausch und Diskussion der Ratsmitglieder, koordiniert die Kommunikation nach außen und erarbeitet wissenschaftlich fundierte Informationen als inhaltliche Grundlage für die Arbeit des Rats. Weiterhin ist die Geschäftsstelle zentraler Ansprechpartner für Vertreterinnen und Vertreter der Medien, der Wirtschaft oder der Wissenschaft sowie die breite Öffentlichkeit in allen Fragen rund um die Aktivitäten des Rats.

Die Geschäftsstelle besteht aus einer Arbeitsgemeinschaft der Prognos AG, des IW Köln und des IAQ. Weiterhin unterstützen Blumberry, IW Medien und IW Consult im Bereich Kommunikation, Datenaufbereitung und Entwicklung des Arbeitswelt-Portals.

Häufig gestellte Fragen

  • Der Rat der Arbeitswelt hat folgendes Mandat:

    • mehr Orientierung zum Wandel der Arbeitswelt zu geben, vor dem Hintergrund übergreifender Treiber und Trends und des absehbaren Strukturwandels;
    • zu einem vertieften Verständnis für betriebliche Veränderungsprozesse und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten und die Arbeitsbeziehungen beizutragen;
    • fundierte Handlungsempfehlungen zu geben, um Verbesserungen in der Arbeitswelt anzustoßen, insbesondere im Zusammenwirken der Betriebsparteien und Sozialpartner;
    • daraus abgeleitet eine verstärkte Auseinandersetzung der Öffentlichkeit mit dem Wandel der Arbeitswelt und den damit verbundenen Herausforderungen zu bewirken.

    Der Rat verantwortet den jährlichen Arbeitswelt-Bericht sowie das aktuelle Arbeitsweltportal im Internet und wird hierbei umfassend von seiner wissenschaftlichen Geschäftsstelle unterstützt.

    Der Rat wird auch zwischen den jährlichen Berichten öffentlich sichtbar sein – mit eigenen Veranstaltungen, öffentlichen Einschätzungen und Stellungnahmen sowie durch den Dialog mit Stakeholdern und Akteuren aus der betrieblichen Praxis.

  • Der Rat ist auf Grundlage seines Mandats unabhängig. Das BMAS gibt keine Vorgaben zur inhaltlichen Ausgestaltung des Berichtsauftrags. Der Rat der Arbeitswelt legt das jeweilige Schwerpunktthema fest. Inhaltlich setzt er dies dann unabhängig um. Das BMAS wird keinen inhaltlichen Einfluss auf den jährlichen Arbeitswelt-Bericht und das aktuelle Arbeitswelt-Portal nehmen.

  • Die Themen für den jährlichen Bericht legt der Rat der Arbeitswelt im Einvernehmen mit dem BMAS fest. Hier gibt es keine Vorgaben. Die Themen des Weißbuchs „Arbeiten 4.0“ geben eine erste Orientierung zur Vielfalt der Themen: die Herausforderungen und die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt, die Auswirkungen neuer Geschäftsmodelle, zeit- und ortsflexibles Arbeiten, Entlohnung und Unternehmenserfolg, Qualifizierung und Weiterbildung, gesundes Arbeiten sowie Mitbestimmung und Teilhabe im Betrieb.

    Für die methodische Ausgestaltung des Berichtskonzepts - Wahl der Indikatoren, Verwendung von Prognosen und Umfragen, Trendanalysen, Betrachtung einzelner Branchen, Tätigkeiten, Unternehmensgrößen oder Regionen - wird die Geschäftsstelle nach Vorgaben des Rates ein ausführliches Berichtskonzept erarbeiten.
    Das aktuelle Arbeitswelt-Portal wird sich an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Zielgruppen ausrichten, insbesondere an der betrieblichen Praxis. 

    Zugleich bietet es eine neue, nutzerfreundliche Darstellung der relevanten Indikatoren der Arbeitswelt.

  • Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung äußert sich seit 55 Jahren jährlich umfassend zu gesamtwirtschaftlichen Fragen, beurteilt die Wirtschaftspolitik aufgrund von ökonomischen Zielgrößen und gibt der Politik und der Öffentlichkeit wirtschafts- und sozialpolitische Handlungsempfehlungen.

    Der Rat der Arbeitswelt ist interdisziplinär und praxisbezogen, um auch bei Unternehmen, Beschäftigten und den Sozialpartnern Gehör zu finden. Der Rat der Arbeitswelt wird vorrangig Aussagen für künftige Gestaltungsaufgaben und -notwendigkeiten zu ausgewählten Themen in einem schlanken Berichtsformat machen. Eine umfassende und regelmäßige Beurteilung der gesamten Arbeitspolitik gehört nicht zu seinem Mandat.

  • Der Rat wird seine Arbeitsagenda entwickeln und sich Gedanken über die Schwerpunktthemen des ersten und des zweiten Arbeitswelt-Berichts machen. Wie oft der Rat tagen wird, muss dieser zunächst intern klären. Es gibt hier keine Wünsche oder Vorgaben seitens des BMAS. Der Rat wird grundsätzlich nichtöffentlich tagen, zugleich aber den intensiven Austausch mit der betrieblichen Praxis, den Sozialpartnern, der Öffentlichkeit und der Politik suchen.

  • Die Geschäftsstelle übernimmt die Beauftragung der Begleitforschung und wird maßgeblich den Bericht erarbeiten. Sie ist zudem für den Aufbau und Pflege des Arbeitswelt-Portals zuständig. Sie unterstützt den Rat organisatorisch und kommunikativ und wird in seinem Auftrag den Dialog und die Vernetzung mit Stakeholdern und weiteren Akteuren aus der betrieblichen Praxis gestalten.

  • Die Sozialpartner unterstützen dieses Vorhaben und haben eigene Vorschläge für die Besetzung des Rates gemacht. Auf Vorschlag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wurde Frau Dr. Bettina Volkens, ehemalige Personalvorständin der Lufthansa AG, in den Rat berufen, und auf Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbunds Matthias Möreke, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Werks Braunschweig der Volkswagen AG. Die Spitzenorganisationen der Sozialpartner nehmen inhaltlich aber keinen formalen Einfluss. Die Geschäftsstelle ist ausgewogen mit einem renommierten Beratungsunternehmen (Prognos AG), dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln sowie dem traditionell arbeitnehmernahen Institut für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen besetzt. Die Kommunikationsagentur Blumberry unterstützt als Unterauftragnehmer den Rat kommunikativ.

  • Für die Arbeitsweltberichterstattung sind im Bundeshaushalt jährlich 1,5 Mio. Euro veranschlagt, vor allem für die wissenschaftliche Geschäftsstelle und für die Begleitforschung. Die Einwerbung von Drittmitteln ist nicht vorgesehen, um die Unabhängigkeit zu wahren.

  • Der Rat ist ein Expertengremium, welches sehr divers aufgestellt ist. Der Rat setzt sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern, aus Wissenschaftlern, aktiven oder ehemaligen Personalverantwortlichen sowie Betriebsräten aus großen wie in mittleren Unternehmen zusammen. Im Rahmen Ihrer langjährigen Berufserfahrung haben sich unsere Experten ein großes berufliches Netzwerk aufgebaut. Der Rat kann die außerordentliche Vielfalt der Arbeitswelt aber nicht vollständig abbilden, sondern ist bei seiner Arbeit auf die Expertise aus unterschiedlichen Branchen, Unternehmensgrößen, Berufs- und Beschäftigtengruppen angewiesen und wird sich hierbei auf Netzwerke der betrieblichen Praxis und der Forschung stützen.